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Sicherheit calendar_today Aktualisiert: 7. April 2026 schedule 5 Min. Lesezeit

Aufbewahrungsfristen: Wie Lange Dürfen Sie Personenbezogene Daten Aufbewahren?

verified Zuletzt überprüft 7. April 2026 · das GDPRWise Rechtsteam

Die DSGVO verpflichtet Sie, personenbezogene Daten nicht länger aufzubewahren als nötig. Aber wie bestimmen Sie die richtige Frist? Dieser Artikel erklärt, wie Sie eine Aufbewahrungsrichtlinie erstellen.

summarize Kernaussagen
  • check_circle Sie dürfen personenbezogene Daten nicht länger aufbewahren als für den ursprünglichen Zweck nötig
  • check_circle Für manche Daten gibt es eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht (z.B. 7-10 Jahre für Buchhaltungsunterlagen)
  • check_circle Eine formelle Aufbewahrungsrichtlinie schützt Sie bei einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörde
  • check_circle Löschen oder anonymisieren Sie Daten, sobald die Aufbewahrungsfrist abläuft

Warum ist das wichtig?

Die DSGVO ist klar: Sie dürfen personenbezogene Daten nicht länger aufbewahren als nötig, um den Zweck zu erreichen, für den Sie sie erhoben haben. Dennoch bewahren die meisten Unternehmen Daten viel länger auf als nötig, einfach weil niemand je darüber nachdenkt.

Das Risiko? Bei einer Prüfung durch die Aufsichtsbehörde oder wenn ein Kunde eine Löschungsanfrage stellt, müssen Sie erklären können, warum Sie bestimmte Daten noch aufbewahren. “Wir haben nie darüber nachgedacht” ist keine gültige Antwort.

Gängige Aufbewahrungsfristen

DatentypRechtsgrundlageAufbewahrungsfrist
Buchhaltungsunterlagen (Rechnungen, Zahlungen)Steuergesetzgebung7-10 Jahre
PersonalaktenArbeitsrecht5 Jahre nach Ende des Arbeitsverhältnisses
Bewerbungsdaten (abgelehnt)Berechtigtes InteresseMax. 4 Wochen (bis 1 Jahr mit Einwilligung)
Kundendaten (aktive Beziehung)VertragserfüllungDauer der Beziehung
Kundendaten (nach Beendigung)Berechtigtes InteresseMax. 2 Jahre
VideoüberwachungsaufnahmenBerechtigtes InteresseMax. 1 Monat (außer bei Vorfall)
Website-Analytics (IP-Adressen)Einwilligung / berechtigtes InteresseMax. 26 Monate
Kontaktformular-EinsendungenBerechtigtes InteresseMax. 2 Jahre nach letztem Kontakt
Newsletter-AbonnentenEinwilligungBis zum Widerruf der Einwilligung

Wie erstellen Sie eine Aufbewahrungsrichtlinie?

Schritt 1: Inventarisieren Sie Ihre Verarbeitungen

Sie können keine Aufbewahrungsfristen festlegen, wenn Sie nicht wissen, welche Daten Sie verarbeiten. Beginnen Sie mit Ihrem Verarbeitungsverzeichnis.

Schritt 2: Bestimmen Sie die Frist pro Verarbeitung

Stellen Sie sich pro Verarbeitungstätigkeit diese Fragen:

  • Gibt es eine gesetzliche Aufbewahrungspflicht? Wenn ja, gilt diese
  • Wenn nein, wie lange brauche ich die Daten wirklich für den Zweck?
  • Gibt es einen Branchenstandard, dem ich folgen kann?

Schritt 3: Dokumentieren Sie Ihre Entscheidungen

Halten Sie pro Verarbeitungstätigkeit fest:

  • Welche Aufbewahrungsfrist Sie anwenden
  • Warum (Rechtsgrundlage oder Begründung)
  • Was nach Ablauf passiert (Löschung, Anonymisierung)

Schritt 4: Implementieren und überwachen

  • Richten Sie Erinnerungen für die Überprüfung und Löschung abgelaufener Daten ein
  • Konfigurieren Sie automatische Löschung, wo möglich
  • Überprüfen Sie mindestens jährlich, ob Ihre Richtlinie noch aktuell ist

Häufige Fehler

  • Alles “ewig” aufbewahren, weil es einfacher ist. Das ist ein DSGVO-Verstoß
  • Nicht unterscheiden zwischen aktiven und inaktiven Kunden
  • Backups vergessen: Wenn Sie Daten löschen, aber sie noch im Backup sind, sind Sie nicht fertig
  • Keine schriftliche Richtlinie: Wenn Sie es nicht dokumentiert haben, existiert es nicht für die Aufsichtsbehörde
auto_awesome Aufbewahrungsfristen automatisch verfolgen?

GDPRWise hilft Ihnen, für jede Verarbeitungstätigkeit die richtige Aufbewahrungsfrist festzulegen und erinnert Sie, wenn Daten gelöscht werden müssen.

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GW
GDPRWise Redaktion

Dieser Artikel wurde vom GDPRWise-Team verfasst und von unseren Datenschutzexperten geprüft.